FSV Wolfhagen – SG Klei./Hun./Doh. 0:1
Ein nicht unbedingt erwartetes Ergebnis fuhr unsere erste Mannschaft beim schweren Nachholspiel in Wolfhagen ein. Dazu sollte es ein historisches Spiel werden, denn nach Angaben der ortsansässigen Besucher war dies das letzte Spiel auf der „roten Erde“ in Wolfhagen, was je stattfinden wird.
Unser Team trat ersatzgeschwächt und mit einer ganzen Reihe angeschlagener Spieler an. Baldauf fehlte zudem noch gesperrt, Kaufmann und Murati traten die Reise erst gar nicht an und für Leidig oder Gossmann kam ein Einsatz noch zu früh.
So begannen unsere Farben also mit einer Startformation, die es so noch nicht gegeben hat, ihre Sache aber professionell erledigte.
Sawizki nervte vorn mit Merle die gegnerischen Verteidiger, über die Außenbahnen sorgten Swinarski und Wiesendorf immer wieder für Unruhe und auch das Zentrum um Herdt und Jank gewann viele ihrer Zweikämpfe.
Prunkstück sicher aber die hinterste Kette um Demus, der sich eine glatte 1 verdiente und die gegnerischen Angreifer abmeldete. Er dirigierte seine Nebenleute um Brethauer und Löser, so dass auch über die Flügel nicht allzu viel passierte.
Künzel sah nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte, was leider seine auch sehr gute Leistung dann etwas negativ beeinflusst. Die Entscheidungen vom Unparteiischen waren zwar hart, dennoch vertretbar.
Ullrich im Kasten unserer SG strahlte Sicherheit aus, ließ überhaupt nichts zu und war da, wo er gebraucht wurde, und dies über die komplette Spielzeit.
Chancen blieben über den gesamten Spielverlauf eher Mangelware. Es war ein Spiel, was vom Kampf, dem läuferischen Einsatz, langen Bällen und unzähligen Kopfbällen geprägt war.
Eine echte gute Chance hatten im ersten Durchgang aber eher unsere Farben. Einen Merle – Freistoß bekam der FSV – Schlussmann grad noch über die Latte gelenkt. Aus der folgenden Ecke resultierte dann das Tor des Tages durch Swinarski.
Er nahm sich aus etwa 25 Metern ein Herz und hämmerte das Leder unhaltbar unter die Latte. Die Heimelf hatte zwar mehr Ballbesitz, kam aber im letzten Drittel dann bei unserer Hintermannschaft einfach nicht durch.
Nach dem Pausentee mussten wir dann auch durch den Platzverweis und der vielen angeschlagenen Spieler früh und viel wechseln. Doch jeder Einzelne, der dann auf die Asche kam, knüpfte nahtlos an die Leistung der anderen Spieler an.
So machte Marlon Jank einen guten Job auf der Außenbahn, ebenso Jonny Schäfer, der dann auch oft der linke Verteidiger war. Blumenstein rackerte allein in der Spitze und Lorenzoni und Ott versuchten das Zentrum in der Defensive zu stabilisieren.
Daraus resultierte dann auch die eigentlich einzige 100 % – ige Torchance während des gesamten Spieles – diese sollten schließlich wieder wir haben.
Einen Konter legte Herdt quer auf Schäfer, dieser zögerte aber zu lang und scheiterte dann im 1 vs. 1 gegen den Keeper aus Wolfhagen.
Natürlich gab es dann nochmal eine ordentliche Schlussoffensive der Wölfe, doch bei der vielbeinigen Abwehr unserer Mannschaft war am Ostermontag kein Durchkommen.
Auch aufgrund einer großartigen Einstellung gewinnt unsere SG nicht unverdient bei einem Team aus der Spitzengruppe.
„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, jeder hat diese Situation heute angenommen wie sie ist und hat für den anderen gekämpft. Sie haben es quasi erzwungen und ich freue mich sehr, dass sie sehen was mit dem richtigen Willen alles möglich ist.“, kommentierte Brandner die Leistung seiner Schützlinge.
Mit dem Sieg schiebt man sich wieder in das gesicherte Mittelfeld vor und konnte nun den Abwärtstrend nach den zurückliegenden 2 Siegen endgültig abwenden.
Auf geht´s, SG !